Weltenwetter

Unser Klima wird im Weltraum gemacht – Freispruch für CO2 ? (überarbeitet am 19.Sept.2008)

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V o r b e m e r k u n g

In den vergangenen 100-150 Jahren ist es wärmer geworden. Das ist so ziemlich das einzige, was in der derzeit ausufernden Klima-Debatte als gesichert gilt. Über alles andere wird diskutiert und auch gestritten. Das muß in einer naturwissenschaftlich aufgeklärten Gesellschaft auch möglich sein. Leicht ist das nicht immer, denn die Politik hat sich der „Naturwissenschaft Klima-Katastrophe“ bemächtigt. Kritiker und Skeptiker werden ausgegrenzt, erhalten in den Medien kaum ein Forum, und auch so gut wie keine Forschungs-Gelder.
Demgegenüber wird von offiziellen Instituten und Gremien (z.B. IPCC) ein rigoroser Katastrophismus in die Zukunft projiziert, von Medien und Politikern bis zur Hysterie-Formung der Bürger verstärkt.
Bei alledem wird übersehen, das in der Geschichte der Naturwissenschaften Fortschritt und abgesicherte neue Erkenntnisse nie durch Mehrheitsbeschlüsse erzielt wurden. Von Aristarch über Kopernikus, Galilei bis hin zu Alfred Wegener haben ungezählte Wissenschaftler das erfahren und ertragen müssen.Dieser Vortrag möchte einen kleinen kritischen Beitrag zur Versachlichung der Debatte leisten.

1.) Die unruhige Sonne

Die Sonne ist ein Heizstrahler, der auf unserer Erde für Wärme, Leben, Wetter, Klima … sorgt.
Um 1610 entdeckten Galilei und Scheiner zeitgleich die Sonnenflecken. Seither ist bekannt, daß die Oberfläche der Sonne sich ständig verändert, zyklisch (Sonnenflecken-Rhythmen) und aperiodisch (Fackeln, Protuberanzen…).

 
Die unruhige Sonne Quelle: SOHO, NASA

Erst seit ca. 20 Jahren konnte man mit der Satelliten-Technik oberhalb der Erdatmosphäre beweisen, daß mit den Veränderungen auf der Sonnen-Oberfläche sich auch die an der Atmosphären-Obergrenze ankommende Energie ständig ändert. So ist die sog. Solarkonstante (z.Zt. 1368 ± 8 W/m2) eigentlich eine „Unkonstante“ , Quelle: http://www.iup.uni-heidelberg.de/institut/forschung/groups/atmosphere/stratosphere/publications/ pdf/Diplomarbeit_Aaron.pdf ).
Wenn sich die an der (fiktiven) Obergrenze der Atmosphäre ankommende Energie verändert, so wird diese Veränderung auch in die Atmosphäre und letztlich bis an die Erdoberfläche weiter gegeben.

F a z i t : Die sich verändernde Sonnenstrahlung ist ein hochwirksamer Klimafaktor !

Gestritten wird derzeit lediglich über den Anteil, den neuzeitliche Veränderungen der Solar(un)konstanten auf die derzeitige Erwärmung haben.Dazu gibt es in der wissenschaftlichen Literatur sehr gegensätzliche Meinungen :
IPCC (2007) sagt dazu: „Änderungen in der Sonnenaktivität seit 1750 bringen, so wird geschätzt (!??), einen Strahlungsantrieb von 0,12 W/m2. Dies ist deutlich geringer gegenüber dem 2001-Bericht von ursprünglich 0,3 W/m2.“
„Seit dem vorherigen Bericht der UN schlagen Solarphysiker in ihren veröffentlichten Berichten vor, daß die Sonne einen viel größeren Einfluss gehabt haben könnte, als oben verkündet. Diese könnte mehr als zwei Drittel der beobachteten Erwärmung verursacht haben. Man erwartet auch, daß sich die Sonnenaktivität in den nächsten 50 Jahren verringern wird.“(Quelle: http://www.scienceandpolicy.org/ , Deutsche Übers.: M. Limburg, 8.2.07, http://www.oekologismus.de/).

Bei erhöhter Sonnenaktivität bewirkt die direkt in die Atmosphäre und z.T. bis zum Boden vordringende kurzwellige elektromagnetische Energie-Strahlung der Sonne eine Erwärmung.

Dieser direkte Erwärmungs-Effekt wird begleitet/verstärkt durch einen indirekten Effekt: Zunehmende Sonnenstrahlung (elektro-magnetisch und Partikel) verstärkt das abschirmende Magnetfeld der Erde, vermindert folglich das Eindringen der kosmischen Partikeln-Strahlung in die Atmosphäre, vermindert in der Folge auch die Entstehung von Kondensationskernen für Wolken. Das führt letztlich ebenfalls zu einer Erwärmung am Boden und in der Troposphäre (Svensmark, H.; Friis-Christensen,
E.: Variation of cosmic ray flux and global cloud coverage, a missing link in solar-terrestrial Physics; J.Atm.Sol.Terr.Phys., 59 (11), 1997, S.1225-1232).
Über das Ausmaß dieses Effektes besteht noch kein wissenschaftliches Einvernehmen (Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.39-40).

Eine Literatur-Übersicht kommt zu dem Ergebnis: „Zusammenfassend ist festzuhalten, daß die Sonne einen erheblichen Einfluß auf unser Klima hat. Für das 20. Jahrhundert geht das IPCC (2001) von einem Anteil an der globalen Erwärmung von ca. 20% aus; Clausen (2003) nimmt einen Anteil von 25 bis max. 40% an.“ (Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.41).
Und weiter a.a.O. (S.40): daß „…die Solarstrahlung in den vergangenen 60 Jahren … auf hohem Niveau mehr oder minder konstant geblieben ist…“ (Quelle: Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006,).

Es gibt aber offensichtlich auch andere Meßergebnisse: „Das koronale Magnetfeld der Sonne hat im vergangenen Jahrhundert um den Faktor 2.3, und seit 1964 um den Faktor 1.4 zugenommen – im Gegensatz zu Rahmstorfs Behauptung, es hätte in den letzen 60 Jahren nicht zugenommen. Effekte des solaren Magnetfeldes haben die IPCC-Szenarien bisher außer Acht gelassen“ (A.v.Alvensleben, http://www.schulphysik.de/klima/alvens/antwort.html; Daten aus: M. Lockwood, R. Stamper & M. N. Wild, A Doubling of the Sun’s coronal magnetic field during the past 100 years, by, Nature Vol 399, 3.June 1999, 437 – 439).

Nach neuesten Untersuchungen ist das Sonnenaktivitätsmaximum der letzten Jahrzehnte das ausgeprägteste seit mindestens 11.400 Jahren (Quelle: Solanki, S. K., Usoskin, I. G., Kromer, B., Schüssler, M. & Beer, J., Unusual activity of the Sun during recent decades compared to the previous 11,000 years, doi:10.1038/nature02995, 2004).“

Eine soeben erschienene Studie geht noch weiter: „Die gesteigerte solare Aktivität in den letzten 150 Jahren vermag zwei Drittel des globalen Temperaturverhaltens seit 1850 zu erklären. Dieser dominante solare Einfluss auf die globale Erwärmung der letzten 150 Jahre ist durch eine statistische Wahrscheinlichkeit von 99% abgesichert“ (H.Malberg, Klimawandel unter der Lupe, Z.f.Nachhaltigkeit, H.5, S.4-21, 2007).

Ganz grundsätzlich heißt es in einer astronomischen Übersicht zur Sonnen-Aktivität: „Es werden jedoch auch kurzzeitigere Klimaveränderungen durch die Sonne ausgelöst“ (Th.Günter, Die Sonne, SuW 8/2007, S.80), und weiter a.a.O. „Es wäre daher kein Fehler, der leicht variablen Sonne etwas mehr Raum in den Klimamodellen einzuräumen“.

Aus alledem folgt, daß ein erheblicher Anteil der beobachteten globalen Erwärmung solare Ursachen haben kann.

Ist das schon „das letzte Wort“, oder kommt CO2 bei weiteren Untersuchungen noch mehr runter von der „Anklage-Bank“?

2.) Die Erdbahn-Elemente und die Sonne

Seit 80 Jahren ist bekannt und gut berechnet, daß – vor allem anderen – die ständigen Änderungen der Erdbahn-Elemente im Weltraum und deren zyklische Überlagerung zu den Klima-Schwankungen in der Erdgeschichte geführt haben und führen, weil sich auch dadurch (zusätzlich zu 1.) die solare Einstrahlung auf der Erde ständig verändert (Milutin Milankovic, Mathematische Klimalehre und astronomische Theorie der Klimaschwankungen, 1930).


Nach Milankovic führen geringfügige Änderunger der Erdbahnelemente zu einer
veränderten Sonneneinstrahlung und damit zu entsprechenden Schwankungen der
mittleren Erdtemperatur (Eiszeiten und Warmzeiten)

 

 

 

 

 

 

 

Die Erdtemperatur in der Vergangenheit lässt sich natürlich nicht mehr direkt messen, aber sie kann aus Lufteinschlüssen aus Eisbohrkernen, beispielweise aus der Antarktis hergeleitet werden. Dazu misst man das Verhältnis der beiden Sauerstoffisotope O18 und O16 in den Lufteinschlüssen. Je kälter es war, um so weniger O18 findet man, weil die Wassermoleküle mit dem schwereren Sauerstoffisotop leichter kondensieren und ausregnen. Die auf diese Weise gewonnenen Temperaturkurven der letzten Jahrhundertausende bestätigen Milankovic eindrucksvoll, denn Sonneneinstrahlung (obere Kurve) und das O18/O16- Verhältnis, also die Erdtemperatur (untere Kurve) sind deutlich voneinander abhängig.


Modifiziert wird das auf der Erde durch die Kontinentalverschiebungen (Alfred Wegener, Die Entstehung der Kontinente und Ozeane, 1912), damit zusammenhängend sich verändernde Meeresströmungen sowie unregelmäßige Phasen von Vulkanismus – Strahlungshaushalt und Albedo verändern sich.

Immer wieder wird behauptet, daß Sonne und Erdbahn-Elemente nur zeitlich großskalige Klima-Ereignisse (10-100 Tausend Jahre) bewirken.

Die Eis- und Seesediment-Bohrungen belegen aber seit nahezu 10 Jahren sonnen-korellierte Klima-Schwankungen auch im Bereich von 1000 und 100 Jahren, neuerdings wieder bestätigt durch Sediment-Untersuchungen in Sibirischen Seen (B.Diekmann; U.Herzschuh, Seesedimente als Archive des Klima- und Umweltwandels, Themen der Periglazialforschung, Juli 2007, S.35-44). Belegt sind dabei für die letzten 7000 Jahre neun Ereignisse im 100-200-Jahres-Rhythmus der Sonne (Vortrag B.Diekmann, AWI Bremerhaven, 6.6.2007).

Im Web gibt es zahlreiche Hinweise zu kurzfristigen abrupten Klimaschwankungen in der Erdgeschichte (z.B. http://www.terracycles.com/index.htm). Zahlreich ist auch die Literatur zu den Dansgaard-Oeschger- und Heinrich-Ereignissen, bei denen es im Bereich von Arktis und Subarktis zu Temperatur-Ändertungen von bis zu 10 Grad innerhalb von 10 Jahren kam!

F a z i t 1) + 2) :
Klima ist seit Milliarden Jahren ein stets dynamischer Prozeß, der aus dem Weltraum gesteuert wird.

Rückkopplungen mit Gasen (Atmosphäre, Treibhausgase…) spielen nur eine sekundäre Rolle.

Betrachtet man die enormen energetischen Größenordnungen der variablen Sonnenaktivität, der Schwankungen der Erdbahnelemente, der Rückkopplungen im Klima-System Atmosphäre-Erdoberfläche – so kommen Zweifel auf, ob man durch irgendwelche anthropogenen ‚Klima-Schutz-Maßnahmen‘ ein „schön stabiles angenehmes Klima“ erhalten oder schaffen kann.Daher ist der Begriff „Klima-Schutz“ naturwissenschaftlich unsinnig; ob er politisch Sinn macht, kann hier nicht erörtert werden.

3.) CO2 – ein Glasdach über unseren Köpfen ?

In der öffentlichen Debatte wird es als bewiesen angesehen, daß die immer wieder erwähnten sogenannten „Treibhaus-Gase“ in der Atmosphäre wirken wie ein Glasdach/Glashaus.Das ist physikalisch falsch, in mehrfacher Hinsicht:

a) Die „Luftfalle“ ist der wesentliche Wärme-Effekt eines wirklichen Glashauses/ Treibhauses, nicht die diesbzgl. weniger bedeutsame „Strahlenfalle“ (IR-Absorption)
Die im Glashaus durch die Sonne oder durch Heizungen erwärmte Luft kann nicht entweichen (Konvektions-Hemmung). Ein Glasdach gibt es aber in der Atmosphäre nicht; schon gar nicht durch irgendwelche Gase, die selbst Bestandteile eines nach oben hin völlig offenen Systems sind.

Quelle: http://www.biokurs.de/

Selbstverständlich ist ein Glashaus auch eine Strahlenfalle: Die kurzwellige Sonnen-Strahlung (sichtbares Licht) passiert Glas nahezu ungehindert, während die vom erwärmten Boden ausgehende Infrarot-Strahlung ab etwa 5 μm absorbiert und vom Glas nach draußen und drinnen wieder emittiert wird.

b) Zusätzliches („anthropogenes“) CO2 ist nur eine geringfügige „Strahlenfalle
„Die Treibhaus-Modellierer wissen und akzeptieren das :

(1) : “ Es gibt bereits so viel CO2 in der Atmosphäre, daß in vielen Spektralbereichen die Aufnahme durch CO2 fast vollständig ist, und zusätzliches CO2 spielt keine große Rolle mehr“, (Quelle: P.J.Crutzen (Nobelpreis Chemie); T.E.Graedel: Chemie der Atmosphäre, Spektrum Akad.Vlg,, Berlin, 1993, S.414).
(2) : „In der Mitte des 15-μm-Absorptions-Bereiches hat zusätzliches CO2 nahezu keinen Effekt…“ (Quelle: IPCC-Bericht 1994).
(3) : „Eine Verdoppelung der Kohlendioxidkonzentrationen in der Atmosphäre allein (bewirkt) nur eine geringfügige Erhöhung der mittleren bodennahen Temperatur um wenige Zehntelgrade (Quelle: H.Hinzpeter, MPI Hamburg, promet, 15, Heft 2/3, 1985, S.49).

Also – woher kommt denn nun die Erwärmung, wenn es das CO2 nicht ist ?

c) Die Treibhaus-Modellierer „entdecken“ die Wasserdampf-Verstärkung
Wasserdampf ist physikalisch der gasförmige Aggregatzustand des Wassers, also ein Gas und z.B. keine Wolke. Wasserdampf ist in der Atmosphäre von Natur aus seit Millionen Jahren der „Hauptabsorber“ von Infrarot-Strahlung (nahezu 70% der von allen Gasen absorbierten Strahlung).
Nicht CO2, sondern der Wasserdampf soll nun die Treibhaus-Modelle „retten“.
Dazu sagte das MPI Hamburg schon 1985: da „… die Verdoppelung (von CO2) nur die von den Flanken der Kohlendioxidbanden herrührende Gegenstrahlung erhöhen würde, führt diese Temperaturerhöhung jedoch in der Folge zu einer Vermehrung der Wasserdampfkonzentration in der Atmosphäre, die zu einer wesentlich höheren Zunahme der Gegenstrahlung und damit zu der bekannten angenommenen Erhöhung der Mitteltemperatur um zwei bis drei Grad Celsius führen würde.“ (Quelle: H.Hinzpeter, MPI Hamburg, promet, 15, Heft 2/3, 1985, S.49).
Und IPCC (2001): „Der Wasserdampf-Feedback ist nach wie vor der durchweg wichtigste Rückkopplungseffekt, der die von den allgemeinen Zirkulationsmodellen als Reaktion auf eine CO2-Verdoppelung vorhergesagte globale Erwärmung verursacht“.(Quelle: IPCC, Climate Change 2001, Working Group I: The Scientific Basis, Contr.Wok.Gr.I, 3rd Ass.Rep.IPCC, Ch.7.2.1.1).

F a z i t : Nicht CO2 ist „schuld“, sondern der Wasserdampf.

Jedoch – dazu sagen Kritiker, „…daß sich der atmosphärische Wasserdampf überhaupt nicht am CO2-Gehalt der Atmosphäre orientiert“ (H.Hug, Die Angsttrompeter, Signum-V., München, 2006, S.227).

Ähnlich der Quanten-Physiker Prof. Dr. Gerhard Gerlich, TU Braunschweig:
„Die riesigen Wassermassen (nicht nur der Wasserdampf) bestimmen die Klimate auf
der Erde. Die Wasserverdunstung ist vom Menschen nicht zu beeinflussen. Schon allein
deshalb kann der Mensch nicht das Wetter und die Klimate auf der Erde beeinflussen“ (Zur Physik und Mathematik globaler Klimamodelle, Vortrag am 20.2.2005, Theodor-Heuss-Akademie Gummersbach, Manuskript).

So sagen auch die Meteorologie-Professoren H. Kraus und U. Ebel :
„Mit einer Erwärmung der Armosphäre kann auch der Wasserdampfgehalt zunehmen, und man könnte erwarten, daß sich der hydrologische Zyklus intensiviert…; ob sich Folgen wirklich einstellen, läßt sich selbst durch sehr komplexe Modellrechnungen nicht zuverlässig herausfinden.“ (Kraus, H. u. Ebel, U.: Risiko Wetter, Springer-Verlag, 2007)

Ohnehin ist es in der Meteorologie unstrittig, daß z.B. über den Ozeanen die Verdunstung von der schwankenden Intensität der (West-) Wind-Strömung (z.B. Nordatlantische Oszillation = NAO), von Wolken und Einstrahlung, vom Vertikal-Austausch (Konvektion), von der Wassertemperatur … abhängt, und nicht vom CO2-Gehalt der Atmosphäre.

d.) Wolken sind „flüssiges“ Wasser
Wolken bestehen aus Wassertröpfchen (1 Mikrometer bis 1 mm). Sie reflektieren anteilig Strahlung von Sonne und Erde.
Wolken sind i.S. der Strahlungsgesetze auch Absorber und Strahler, d.h. sie absorbieren und emittieren ein Strahlungskontinuum. Dagegen absorbieren und emittieren Gase nur einzelne Linien eines Strahlungs-Spektrums, u.a. auch IR-Strahlung entsprechend ihrer jeweiligen Temperatur.
Jedoch : Wolken sind keine Gase, und schon gar keine „Treibhaus-Gase“.

Die Klimawirksamkeit der Wolken ist weitgehend unbekannt: „… die größten Schwierigkeiten (sind) in der Klimaforschung bei der genauen Parametrisierung … von Wolken zu sehen …“ und es „…hat sich in den letzten Jahren herausgestellt, daß bei den Wolken die Reduktion der Sonneneinstrahlung nicht ganz durch ihre Erhöhung der thermischen Strahlung zum Boden kompensiert wird. Daher haben sie im Gegensatz zu den Treibhausgasen netto einen kühlenden Einfluß auf das Klimasystem“ (Quelle: Bakan/ Raschke, Der natürliche Treibhauseffekt, in: promet, H.3/4 2002, S.91 u. S.93).

Neueste Veröffentlichungen eines internationalen Wolkenprojektes (ISCCP) lassen weitere Zweifel an der CO2-Treibhaus-Hypothese aufkommen: Die mittlere weltweite Wolkenbedeckung hat zwischen 1986 und 2000 von 69% auf 65% abgenommen. Infolgedessen wurde eine einstrahlungsbedingte (und von CO2 unabhängige!) Erwärmung von 0,25°C errechnet, was weitgehend die beobachtete Erwärmung (IPCC) für diesen Zeitraum erklärt. Seit 2000 nimmt die weltweite Wolkenbedeckung wieder zu: 1998 bis 2004 um 1,4%, und die Temperaturen sind seit 1998 weltweit wieder etwas zurückgegangen (vgl. IPCC-Kurve, sowie Quelle: „International Satellite Cloud Climatology Project“ (ISCCP),http://isccp.giss.nasa.gov/).

Fazit:
Wie denn nun: Die Wasserdampf-Verstärkung „soll“ die Erde „erwärmen“, aber mehr Wasserdampf schafft zugleich mehr Wolken, und die „kühlen“ wieder ! Was bleibt ?

e.) „Die wärmende Gegenstrahlung“
In den Medien und leider z.T. auch in der (populär-)wissenschaftlichen Literatur wird der Treibhauseffekt so dargestellt, als ob die „Gegenstrahlung“ der Treibhausgase die Erde aktiv aufheizt und die Erwärmung der letzten 100 Jahre verursacht hat. Zunächst: Die Gegenstrahlung entsteht dadurch, daß einige Gase in der Atmosphäre Teile derjenigen IR-Strahlung absorbieren (Linien-Spektren), die von der Erdoberfläche ausgeht. Die Gase re-emittieren diese Strahlung (wiederum in einzelnen Emissions-Linien), zum Teil in den Weltraum, zum Teil zur Erdoberfläche hin. Würde sich dadurch nun die Erde ständig aufheizen, so wäre dieses das „perpetuum mobile“ der Strahlungs-Physik: Die Erde würde sich durch ihre eigene abgestrahlte Energie ständig erwärmen. Das ist physikalisch unmöglich.
Dazu sagt der Strahlungs-Physiker Prof. Gerlich: ‚Es wird behauptet, …“daß langwellige Infrarotstrahlung, emittiert von der erwärmten Erdoberfläche, teilweise von CO2 und anderen Spurengasen in der Atmosphäre absorbiert und reemittiert wird. Dieser Effekt führe zu einer Erwärmung der unteren Atmosphäre … (das) beschreibt … ein Perpetuum Mobile 2. Art, weil es von einer Erwärmung des wärmeren auf Kosten eines kälteren Bereichs ohne Arbeitsaufwand …“ ausgeht‘ (Zur Physik und Mathematik globaler Klimamodelle“, Vortrags-Manuskript 20.2.2005, S.4, Theodor-Heuss-Akademie, Gummersbach).

Allerdings – die Treibhausgase verhindern (insbesondere nachts), daß sich die Erdoberfläche schneller abkühlt als ohne Treibhausgase. Veranschaulichen kann man das vielleicht mit dem Effekt einer Wolldecke: Diese ist keine selbstständige Energie-Quelle, sondern sie verlangsamt die Abkühlung eines Körpers. Jedoch: Auch eine Wolldecke ist kein „Glasdach“, sie ist für Luft und somit für Konvektion durchlässig. Legt man sich in einem Schlafsack nachts unter freien Himmel, so fängt man irgendwann an zu frieren!
Das Ausmaß des Treibhaus-Effektes und der sogenannten „Gegenstrahlung“ der Treibhausgase ist umstritten. Möglicherweise wird bei den Treibhaus-Modellen diejenige „Wärme-Energie“ überschätzt, welche Treibhausgas-Moleküle mit einer Temperatur von -10….-50 °C als IR-Strahlung in Richtung Erdoberfläche strahlen können (Peter Dietze: http://uploader.wuerzburg.de/mm-physik/klima/cmodel.htm).

Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Studie im Zusammenhang mit den alten mitteleuropäischen Temperaturreihen: „Sowohl nach der Klimadiagnose über die Ursachen der globalen Erwärmung seit 1850 als auch nach aktuellen strahlungsphysikalischen Berechnungen wird der CO2-Effekt in den Klimamodellen überschätzt“, und weiter a.a.O.: „Auch in Bezug auf das Temoeraturverhalten der letzten Jahrzehnte kann der anthropogene Einfluß als primäre treibende Kraft nicht nachgewiesen werden“ (H.Malberg, El Nino, Vulkane und die globale Erwärmung seit 1980, Beitr.Inst.f.Met.FU.Berlin, SO 34/07, 06.11.2007, S.6).

Auch die Messung der Gegenstrahlung ist umstritten.
Die am Erdboden ankommende langwellige atmosphärische Strahlung („Gegenstrahlung“) stammt zu 65% aus Höhen bis zu nur 100 m über Grund (F.Kasten, Strahlungsaustausch zwischen Oberflächen und Atmosphäre, VDI-Ber. 712/1989, S.148), bzw. zu mehr als 90% aus Höhen bis zu 1000 m über Grund (R.Philipona et al., Greenhouse effect and altitude gradients over the Alps, Theor.Appl.Climatol. 77, 1-7, 2004). Davon wiederum stammen ca. 70% aus Wasserdampf. CO2-Moleküle aus Höhen über 1000 m sind folglich so gut wie gar nicht direkt am Strahlungsfluß zur Erdoberfläche beteiligt; sie können allenfalls in „Emissions-Absorptions-Kaskaden“ nach unten hin wirken.

Es „…existiert für die Strahlungsübertragungsgleichung leider keine einfache Lösung … und es müssen geeignete Näherungsverfahren für diese Aufgabe genutzt werden“ (Quelle: Bakan/ Raschke, Der natürliche Treibhauseffekt, in: promet, H.3/4 2002, S.93).

In dem neuesten atmosphärischen Energie-Bilanz-Modell der NASA-Forschungsinstitute kommt die „Gegenstrahlung“ nicht mehr vor !
(Quelle: http://eosweb.larc.nasa.gov/EDDOCS/images/Erb/components2.gif)

4.) Haben wir heute den höchsten CO2 -Wert „aller Zeiten“ ?

Nein! Über die vergangenen 250 Millionen Jahre der Erdgeschichte hinweg bis vor etwa zwei Millionen Jahren lag der CO2-Gehalt der Atmosphäre durchgehend über dem heutigen Wert von 380 ppm, die meiste Zeit sogar beim doppelten oder dreifachen Wert – bis hin zu 1400 ppm! (ppm=parts per million; 1 ppm=1 Teil auf 1 Million Teile
Quellen: 1. U.Berner u. H.Streif, Klimafakten, Nägele, Stuttgart, 2001; 2. C.McElwain et al., Nature, 435, 479, 2005)


Kein erkennbarer Zusammenhang zwischen CO2 und der Erdtemperatur
Quellen: 1. U.Berner u. H.Streif, Klimafakten, Nägele, Stuttgart, 2001; 2. C.McElwain et al., Nature, 435, 479, 2005)

Selbst an der stets vom IPCC und von den Klimaforschungs-Instituten beschworenen vorindustriellen CO2-Konstanz der letzten Jahrtausende von 280 ppm sind neuerdings erhebliche Zweifel angemerkt worden: „… konnte gezeigt werden, daß es vor 1958 (Anm.: Beginn der Mauna-Loa-Messungen) seit ca. 1812 mehr als 90.000 sehr präzise Messungen des CO2-Gehaltes der Luft mit unter 3% Genauigkeit gab, deren Ergebnisse im Widerspruch zur veröffentlichten Meinung der modernen Klimatologie stehen.“ .. und weiter „Auch die vorindustrielle CO2-Konzentration der Nordhemisphäre im 19. Jh. war genau so schwankend wie die des 20. Jahrhunderts mit einem großen Maximum um 1825 mit vermutlich über 400 ppm, einem kleineren um 1857 von über 350 ppm und im 20 Jh. um 1942 mit über 400 ppm. Ein konstanter, vorindustrieller CO2-Wert von 285 ppm existiert nicht und resultiert aus einer selektiven und fehlerhaften Betrachtung weniger, ungeeigneter historischer Daten ab 1880.“ (E.G.Beck, 180 Jahre CO2-Gasanalyse der Luft mit chemischen Methoden, Energy & Environment, Vol. 18, No. 2/2007; deutsche Übers. E.G.Beck).

5.) CO2 + Temperatur in der Nacheiszeit (HOLOZÄN)

In der Nacheiszeit (10.000 Jahre) lag CO2 bis vor 150 Jahren ziemlich konstant bei 280 ppm, trotzdem hat es Klima-Schwankungen gegeben, z.B. :
o „Optimum des Holozäns“ (6000-4000 v.Chr. /“grüne Sahara“)
o „Optimum der antiken Hochkulturen“ (3000-1000 v.Chr. / Sumer, Babylon, Ägypten…)
o „Kälteperiode der Völkerwanderungen“ (350-550 n.Chr.)
o „Mittelalterliches Klima-Optimum (900-1200 n.Chr. / Wikinger in Grönland)
o „Die kleine Eiszeit“ (ca. 1400-1800 n.Chr.)

 

Es

gibt unzählige wissenschaftliche Literatur-Quellen, welche für die überlieferten Ereignisse aus diesen Klimaphasen deutlich größere Temperatur-Schwankungen (in den Warmzeiten bis zu 3°C „über heute“) voraussetzen, als sie die „derzeitigen Klima-Katastrophiker“ bieten.
So sagt z.B. Prof. Negendank (GFZ Potsdam) : „Die Variabilitäten (der Temperaturwerte) waren jedoch allein seit römischer Zeit bis in die kleine Eiszeit größer“ als heute (Quelle: Die Geschichte des Klimas aus geobiowissenschaftlichen Archiven“, in: Klima im Wandel, UWV/BTU Cottbus, Eigenverlag, 2001, S.32-38).

Chr. Monckton: „An einigen Stellen war das Mittelalter bis zu 3°C wärmer als heute. Es gibt Beweise in wissenschaftlichen Berichten weltweit, daß die MWP Mittelalterliche Wärmeperiode) global auftrat“. (Quelle: http://www.scienceandpolicy.org/ , Deutsche Übers.: M. Limburg, 8.2.07, http://www.oekologismus.de/ ).

Eine CO2-Treibhaus-Steuerung entfällt, es gab keine CO2-Schwankungen!

6.) CO2 und Temperatur : Wer folgt wem ?

In der Öffentlichkeit wird suggeriert: ‚Je mehr CO2, je wärmer wird es – einem CO2-Anstieg folgt zwangsläufig ein Temperaturanstieg‘.
Diese Auffassung gilt seit einigen Jahren als überholt, denn Forscher aus USA, Rußland und Deutschland/AWI haben bei den Auswertungen der antarktischen Eisbohrkerne das genaue Gegenteil festgestellt (Quelle: Alfred-Wegener-Institut, AWI-Report, 2004/05, Bremerhaven) : „Eine detaillierte Untersuchung der Phasenbeziehung zwischen Temperatur und CO2 zeigt, daß die Glazial/Interglazial-Änderungen der CO2-Konzentration primär von der Temperatur kontrolliert werden und CO2 nur sekundär zu einer Treibhaus-Rückkopplung führt.“


Zunächst steigt immer erst die Temperatur und erst danach in einem Abstand von 500 bis 1500 Jahren (!) folgt das CO2!

Dabei ergab für die Warmzeiten der letzten 450.000 Jahre: „Zuerst wurde es wärmer, dann stieg die CO2-Konzentration! Die zeitliche Verzögerung beträgt zwischen 500 und 1500 Jahren“ (Quellen: (1) http://www.wasserplanet.biokurs.de/otreibh2.htm,(2) Fischer et al. Science Vol 283, 1999 und Mudelsee, QSR 20 (2001) 583-589).

Zu dem gleichen Ergebnis kommen auch andere Wissenschaftler für den Zeitraum der vergangenen 250 Mill. Jahre: „Rekonstruktionen der Klima-Vergangenheit machen deutlich, daß CO2 nicht die treibende Kraft für die Temperatur-Entwicklung in der Vergangenheit war“ (Quelle: U.Berner u. H.Streif; Klimafakten, Nägele, Stuttgart 2001).

Fazit :
Diese neuen Forschungsergebnisse stellen die bisherige Treibhaus-Hypothese in Frage („…auf den Kopf ?“).

7.) Ist unser Wetter extremer geworden ?

Dazu sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) eindeutig : „Bei extremen Wetterereignissen sind in Deutschland hingegen bisher keine signifikanten Trends zu beobachten gewesen. Auch solche Ereignisse wie die Hochwassersituation 2002 gehören zum normalen Repertoire unseres Klimas.“(Quelle: Mitteilungen der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft, 3/2002, S. 2).

Zum gleichen Ergebnis kam der „Extremwetter-Kongreß 2006“ in Hamburg – weltweit ! (Quelle: WETTERmagazin, 04/2006; DMG-Mitteilungen 2/2007, S. 2-3).

Damit stimmt auch IPCC überein: „Das IPCC konnte auf globalem Niveau keinen Trend bei den Extremwetterereignissen erkennen und zuordnen“ (Quelle: Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.137).
Und weiter a.a.O.: „Die Analysen der Langzeitdatenreihen der Naturkatastrophen-Schäden zeigen, daß gesellschaftlicher Wandel und wirtschaftliche Entwicklung hauptsächlich für die ansteigenden Schäden bis heute verantwortlich sind.“

Diese Aussage trifft auch immer wieder der weltweit größte Schadens-Rückversicherer: „… der Hauptgrund für die markant steigenden Schadensummen durch Naturkatastrophen (ist) in den sozio-ökonomischen Bedingungen (Wertekonzentration und Besiedlung exponierter Regionen, Bevölkerungszunahme, höhere Schadenanfälligkeit) zu suchen.“ (Quelle: T.Grimm, Münchener Rückversicherung, ‚Starke Zunahme der Schäden durch Hurrikane‘; in: WETTERmagazin 04/2006, S.31).

8.) KATRINA … und andere Stürme

KATRINA war der Sturm, der „Den größten Schaden in der amerikanischen Geschichte…“ anrichtete „…mit geschätzten 100 Milliarden Dollar…“ (Quelle: L.Kins, Das Hurrikan-Rekordjahr 2005, Nat.Rdsch. 3/2006, S.129ff). Soweit die gesicherten Fakten.
Der „stärkste Hurrikan aller Zeiten“ war Katrina nicht, da wurde er schon etliche Jahre vorher zumindest von „WILMA“ übertroffen (Quelle w.o.). Was in den Jahrzehnten und Jahr-hunderten vor 1944 war, das weiß ohnehin niemand, denn wir verfügen erst seit 1944 über Beobachtungen und Statistiken – ganze 60 Jahre. So ist also auch bei Wirbelstürmen mit (Medien-)Aussagen zu KATRINA wie „Jahrhundertsturm“, „schlimmstes Sturm-Monster aller Zeiten“, „nie dagewesenes Ereignis…“ äußerste Vorsicht geboten!
Daher ist es denn folgerichtig, wenn die o.a. Kins-Studie zu dem Ergebnis kommt:“Die meisten Klimaforscher sehen die Rekord-Saison 2005 noch im Rahmen der natürlichen Schwankungen“.
„Die NOAA – der amerikanische Wetterdienst – hat in einem Statement vom 29.12.2005 erklärt, daß Hurrikan-Forscher und Meteorologen der NOAA (aber nicht alle) davon ausgehen, daß die gegenwärtige Verstärkung (bis 2005) der Hurrikan-Aktivitäten primär das Ergebnis einer natürlichen Fluktuation im tropischen Klimasystem ist“ (Quelle: Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.124).

Das sieht übrigens IPCC genau so: „Es gibt keinen Trend in der Zahl der tropischen Zyklonen“ (Quelle: http://www.scienceandpolicy.org, Deutsche Übers.: M. Limburg, 8.2.07, http://www.oekologismus.de/).

 

Tropische Zyklone (Wirbelstürme, Hurrikans) entstehen über tropischen Meeren mit mindestens 26°C warmem Wasser. Je wärmer das Meerwasser ist und je mehr Wasser verdunstet, desto mehr Energie steht dem Hurrikan zur Verfügung. Bei der Wolkenbildung in der Höhe (Kondensation) wird die bei der Verdunstung des Wassers verbrauchte Energie wieder freigesetzt. Diese Energie verursacht als Wärme einen starken Auftrieb, die Luft von der Meeresoberfläche steigt in die Höhe. Es entsteht ein Wirbel und damit ein sich verstärkendes Tiefdruckgebiet, das immer mehr feuchtheiße Luft von allen Seiten ansaugt. Das Wolkensystem dreht sich auf Grund der Erdrotation, weil so die Coriolis-Kraft wirksam wird. Es verstärkt sich über warmem Wasser immer weiter und dreht sich immer schneller. Im Zentrum bildet sich ein beinahe windstilles Auge. Der neu entstandene Wirbelsturm wird mit den allgemeinen Luftströmungen mit befördert. Quelle: NOAA

Eine umfangreiche Betrachtung über atmosphärische Gefahren (H.Kraus, U.Ebel: Risiko Wetter, Springer-Verlag 2003) zeigt das gleiche Ergebnis: Phasen hoher Wirbelsturm-Aktivität gab es sowohl 1944-1970 als auch 1995-2005, dabei 1944-1995 einen insgesamt abnehmenden Trend, der sich auch seit 2005 wieder abzeichnet (http://weather.unisys.com/hurricane/index.html , 13.12.07).

 

 

Seit KATRINA wird auch in deutschen Medien immer wieder behauptet, Stürme und Sturmfluten hätten an der Nordsee seit Jahren zugenommen. Eine Untersuchung (K.E.Puls, NR 11/2006, S.605) beweist das Gegenteil: Seit einem relativen Maximum um 1990 haben im Nordatlantik und in der Nordsee schwere Stürme, Sturmfluten und der Index der Nordatlantischen Oszillation (NAO) bis 2006 kontinuierlich abgenommen. Seit Winter 2006/07 gibt es allerdings wieder eine Zunahme. Das ist im Zusammenhang mit der NAO-Schwankung normal.

Bedenkt man, daß die bisherige Erwärmung in der arktischen Region stärker war als südlich davon, dann hat sich der Temperaturgradient und damit der Luftdruckgradient in den gemäßigten Breiten abgschwächt – Tendenz anhaltend, übergreifend über die NAO-Zyklen. Das führt zwangsläufig zu einer Intensitätsabnahme der nordatlantischen Stürme, und genau das wird seit 1990 beobachtet.

So ist es naturwissenschaftlich nur logisch, wenn der AWI-Forscher Dr. Eberhard Fahrbach sagt: „Im Gegensatz zu dem, was häufig gesagt wird, rechnet man allerdings damit, daß die Windgeschwindigkeiten in den mittleren Breiten im Durchschnitt erst einmal abnehmen“ (NZ, 21.09.07, S.10).

Der Deutsche Wetterdienst sagt: „Orkane der Größenordnung von „Kyrill“ (18.01.2007) sind alle 10-20 Jahre zu erwarten. Ein direkter Bezug zum Klimawandel läßt sich aus solchen Einzelereignissen nicht herstellen. Betrachtet man die Stürme und Orkane der letzten 30 Jahre, so hat bislang weder deren Häufigkeit noch deren Intensität zugenommen„(Pressemiteilung DWD vom 22.01.2007).

Zum gleichen Ergebnis kommt die bereits o.a. Untersuchung von Kraus/Ebel (H.Kraus, U.Ebel: Risiko Wetter, Springer-Verlag 2003): In den letzten 200 Jahren hat es über dem Nordatlantik ein ständiges Auf-und-Ab der Sturm-Aktivitäten gegeben. Selbst die extreme Orkan-Häufigkeit um 1990 wurde schon deutlich früher um 1890 sowie um 1915 übertroffen. Ein Klima-CO2-Signal ist dabei bis heute nicht erkennbar.

Vollkommen übereinstimmend damit sagt das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie in Hamburg (BSH): „Es gibt in Norddeutschland nicht mehr Sturmfluten als vor 50 Jahren. Ein generell steigender Trend bei der Häufigkeit und Intensität von Sturmfluten als Vorbote des globalen Klimawandels ist gegenwärtig nicht erkennbar. Schon jetzt sind Küstenschutz und Deiche so ausgelegt, dass sie auch höheren Sturmfluten Stand halten als den bisher eingetretenen “ (Pressemitteilung BSH, 26.09.2007, http://www.bsh.de/de/Das%20BSH/Presse/Pressearchiv/Pressemitteilungen2007/28-2007.jsp).

Und schließlich das MPI Hamburg: „In unserem Computermodell brauen sich weder mehr Stürme noch stärkere Stürme über uns zusammen“ (Jochem Marotzke, Direktor MPI HH, in DER SPIEGEL, 7.5.2007, Abschied vom Weltuntergang, S.145).

9.) Abgeschmolzene Pole – wie dramatisch ist es ?

Zum Nordpol werden dramatische Trends vermittelt.
Das sieht das Alfred-Wegener-Institut sehr viel zurückhaltender (AWI, Beispiele aus unserer Forschung, 2002, Bremerhaven, S.25) : „Deutlich ist zu sehen, daß das Eisvolumen … starken dekadischen Schwankungen unterworfen ist. Insgesamt ergibt sich aber eine sehr geringe Abnahme des Eisvolumens von 4% pro Jahrzehnt.
Die Ursachen für die Schwankungen liegen hauptsächlich in der Luftdruckverteilung und den damit vorherrschenden Winden (NAO). Die Lufttemperatur spielt nur eine sehr geringe Rolle.

Die hohe Komplexität des arktischen Klimasystems erschwert nach Ansicht des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven (AWI) verläßliche Prognosen, insbesondere da natürliche Klimaschwankungen eine große Rolle bei den Temperaturveränderungen in den letzten Jahrzehnte gespielt haben.“ (Quelle: Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.39-40).“

Zwally (2005) kommt an den Rändern Grönlands zu einem deutlichen Rückgang der Eismassen, aber insgesamt zu einem leichten Zuwachs der gesamten Eismassen in Grönland.“ (Quelle: Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.131), und a.a.O.(S.132) weiter „Die Messungen der Veränderungen der grönländischen Eis- und Schneemassen haben bisher noch keinen eindeutigen Trend ergeben“.

Die Antarktis zeigt einerseits regional größere Eisabbrüche, andererseits aber insgesamt ein Anwachsen des Eisschildes über dem Inland – infolge zunehmender Schneefälle :

„Die Eismassen in Grönland und der Antarktis haben in den letzten 30 Jahren zugenommen, und überkompensieren bei weitem den Verlust an Gletschereis“. (Quelle: http://www.oekologismus.de/ Klima, Klimaforscher, der IPCC Vorbericht und die Wahrheit , Februar 2007).

In dieser Hinsicht sieht der Vizepräsident des Alfred-Wegener-Instituts Prof. Dr. Miller auch für die Zukunft kein Überflutungsproblem, indem er feststellt, daß „…Grönland zwar sehr wahrscheinlich an Masse verlieren wird, aber dieser Massenverlust durch verstärktes Abschmelzen in Grönland wird kompensiert durch eine Eiszunahme in der Antarktis“ und weiter „… nach den von uns berechneten Szenarien kommen wir zu dem Schluss, dass Veränderungen der großen Eismassen keinen Beitrag zu einem Meeresspiegelanstieg leisten werden“,
und weiter : „Wann und ob die Arktis eisfrei sein wird, können wir nicht mit Sicherheit sagen“
(Quelle: http://www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/bild_film_ton/tonbeitraege/miller_3112007_klimawandel ; Okt. 2007))

Und weiter Prof. Miller zum Gletschertourismus: „Das Abschmelzen des Grönland-Eises taugt nicht für Endzeit-Szenarien“ (Handelsblatt, 08.08.2007, „Wenn der Gletscher ruft – Politiker pilgern nach Grönland“), und weiter am a.O. „Auch für den Sermeq Kujalleq sieht Miller nicht schwarz, der Rückgang der Gletscherzunge werde in den nächsten Jahren zum Stillstand kommen“.

Mit gleicher Sachlichkeit bemerkt die neue AWI-Direktorin Dr. Karin Lochte in einem FASZ-Interview (FAZ 16.11.2007, S.46) auf die Frage, ob die starken Meereisverluste im Sommer 2007 ein Indiz für die künstliche Erwärmung sei: „Das müssen wir erst noch sehen. Wir wissen heute noch nicht, ob wir in vielleicht fünf Jahren wieder mehr Eis haben…“.

„Die Sommertemperaturen sind in Teilbereichen (der Antarktis) angestiegen, in anderen Südpolarregionen ist die Temperatur in den letzten 50 Jahren konstant geblieben bzw. leicht gefallen. Der teilweise Temperaturrückgang in der Antarktis, der von den Modellen her nicht erwartet war, wird auf verschiedene Ursachen zurückgeführt.“ (Quelle: Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.127).

„In den letzten 30 Jahren hat die Masse der antarktischen Eiskappe zugenommen, einen 6000-jährigen langen Trend umgekehrt. Die Antarktis enthält 90 % des Eises in der Welt und wächst.“(Quelle: http://www.scienceandpolicy.org/ , Deutsche Übers.: M. Limburg, 8.2.07, http://www.oekologismus.de/).

10.) Abgeschmolzene Alpen-Gletscher – gab es das so noch nie ?

Zum Abschmelzen der Alpen-Gletscher sagen die Alpenexperten aus Österreich:(http://www.zamg.ac.at/ ) (Zitat): „Zu Beginn des Millenniums (9.-12. Jh.) waren die Alpengletscher ähnlich klein, evtl. noch kleiner als heute.“
Und weiterhin wird von den österreichischen Alpen-Experten gesagt, daß sich die Gletscher seit Beginn des 20. Jahrhunderts „… in Richtung des Minimalstandes zu Beginn des Millenniums, zur Zeit des mittelalterlichen Klimaoptimums, bewegen“, – also schon aufgrund natürlicher „üblicher“ Klima-Schwankungen ihr Minimum noch nicht erreicht haben. Nachhaltiger menschlicher Eingriffe in die Atmosphäre (CO2-Debatte) oder direkt in die Alpenregion bedarf es folglich gar nicht, um solche Veränderungen herbei zu führen. Die Natur führt es auch alleine vor, früher wie heute!

Die gleiche Meinung vertritt z.B. auch Prof. Jörg Negendank (GFZ Potsdam) : „In der Römerzeit muss zumindest im Alpenraum ein wärmeres Klima als heute geherrscht haben, da der große Aletsch-Gletscher weiter zurückgezogen war“ (Quelle: Die Geschichte des Klimas aus geobiowissenschaftlichen Archiven“, in: Klima im Wandel, UWV/BTU Cottbus, Eigenverlag, 2001, S.32-38).

Die Gletscher “ …schmelzen in den Alpen, aber ca. 100 andere wachsen in Skandinavien, Alaska, Canada, Südamerika, Neuseeland und weiten Teilen der Antarktis“ (Quelle: http://www.oekologismus.de/ Klima, Klimaforscher, der IPCC Vorbericht und die Wahrheit , Februar 2007).
Eine entsprechende Auflistung mit Zuwachsraten findet sich bei:(http://www.iceagenow.com/List_of_Expanding_Glaciers.htm ).

„Auch in Norwegen und Neuseeland wurden wachsende Gletscher gefunden. Aussagen über globale Veränderungen lassen sich daher nur begrenzt machen.“(Quelle: Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.125).

„In den Southern Alps auf Neuseeland wachsen die Gletscher sogar kräftig an… Die Entwicklung der Gletscher auf Neuseeland zeigt eindrucksvoll, daß es kein „globales“ Verhalten der Gletscher gibt…“ (S.Winkler, Univ. Würzburg, 02.05.2007, http://idw-online.de/pages/de/news206835).

11.) Der Meeresspiegel – dramatischer Anstieg ?

Seit 30 Jahren verbreiten Forschungs-Institute und Medien Horror-Vorhersagen von meterhoch ansteigenden Meeresfluten sowie überfluteten Küsten und Inseln. Nur „leider“ – der Meeresspiegel folgt dem nicht!
In der Erdgeschichte ist der Meeresspiegel immer in Bewegung – aufwärts und abwärts. Auf dem Höhepunkt der letzten Eiszeit (20-15.000 v.h.) lag der Meeresspiegel um ca. 120-140 Meter unter dem heutigen Niveau (Quelle: C.D.Schönwiese, Klimaschwankungen, Spriger-V. Berlin, 1979). Seither ist er im Wesentlichen angestiegen (Transgression), allerdings insbesondere in den letzten 4000 Jahren immer wieder unterbrochen von Zurückweichen (Regressionen).

Dieses ist z.B. für die deutsche Nordseeküste wissenschaftlich detailliert gesichert (Quelle: K.-E. BEHRE, Probleme der Küstenforschung, Bd.28, Isensee-Verlag, Oldenburg, 2003). Danach waren Meeresspiegel-Schwankungen von 1-2 Metern in wenigen Jahrhunderten nicht ungewöhnlich. Seit 1600 bis heute ist die Nordsee um 135 cm gestiegen. Das sind im Mittel 34 cm/Jh. . Somit liegt der Anstieg des Cuxhavener Pegels von 1900-2000 mit 25 cm eher im unteren Randbereich der naturgegebenen Schwankungen : Quelle: http://www.zukunftelbe.de/Projektbuero/in_der_disk/hochwasserschutz/grundlagen/index.php).
Außerdem geht zumindest ein Teil davon auf Küstenabsenkung zurück: „An der Nordsee wird für die Pegel Cuxhaven und Alte Weser zwar ein Anstieg um ca. 25 cm seit 1900 gemessen. Er wird aber nicht aus einer Zunahme des Wasservolumens der Weltmeere, sondern aus einem noch nicht beendeten Absinken des Festlandes erklärt…“ (Quelle: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gunnar_heinson_meeresspiegelhoehe_und_weltbevoelkerung /Nach
Das kann auch auch künftig eine Rolle spielen: „Bis zur Jahrhundertmitte (2050) werde der Boden etwa der Wesermündung um 15 cm absacken – eine unabwendbare, auf tektonische Ursachen beruhende „säkulare Senkung“ (SPIEGEL Spezial, Nr.1/2007, S.45).

Geht man davon aus, daß solche tektonischen Effekte in ähnlicher Größenordnung auch in anderen Teilen des Erdballs vorhanden sind, dann bleibt von dem mittleren Anstieg der Weltmeere um 17 cm im 20. Jahrhundert (Quelle: IPCC-Bericht 2007) für die „Klima-Katastrophe“ als Ursache nicht mehr viel übrig – früher wie heute.

Allerdings – nach einer kritischen wissenschaftlichen Sichtung von drei mehrjährigen Nordsee-Küsten-Nivellements aus dem 20. Jh. kommt K.-E. BEHRE (Probleme der Küstenforschung, Bd.28, Isensee-Verlag, Oldenburg, 2003, S.41) zu sehr viel geringeren Werten: „Danach erscheint für die Gegenwart ein tektonisch verursachtes Absinken von <1 style=“color:#000000;“>
Nach einer 2007 an der Universität Bremen vorgetragenen Quelle gibt es für 60 Pegel der USA an der Atlantik- und Pazifik-Küste einschließlich Alaska und pazifischer Inseln zwischen 1950 bis 1999 keinen mittleren Meeresspiegelanstieg. Außerdem: „Bei den Altpegeln von New York und San Francisco gibt es sogar seit 1850 keine Änderung“. (Quelle: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gunnar_heinson_meeresspiegelhoehe_und_weltbevoelkerung)
Nach dem jüngsten IPCC-Bericht (2007) lag der Anstieg im 20. Jahrhundert weltweit im Mittel bei 17 cm (IPCC 2007).

Von „Flut-Katastrophen“ also derzeit keine Spur!

Dabei hat sich der Anstieg sogar verlangsamt, von 10 cm in der ersten Hälfte auf 7 cm in der 2. Hälfte des 20.Jh. !(Quelle: http://www.agu.org/pubs/crossref/2007/2006GL028492.shtml , S. J. Holgate vom Proudman Oceanographic Laboratory, Liverpool, UK, 2007).
Möglicherweise hat diese „Verlangsamung“ mit dazu beigetragen, daß IPCC seine Prognosen für 2100 zurückgenommen hat (wie auch bei den Temperaturen, vgl. 15.): Von 9-88 cm (IPCC 2001) auf 18-59 cm (IPCC 2007)!
Welche Schlußfolgerungen können/“sollen“ Deich-Bauern und Küsten-Schützer aus 10…90 cm Nordsee-Anstieg ziehen (Faktor 10!) ? Wie hoch denn nun sollen sie die Deiche bauen? Wer bezahlt den „Sicherheits-Faktor“ 10 oder gar 100 ?

Zu den IPCC-Meeresspiegel-Szenarien gibt es im Web viele kritische Stimmen, z.B.:“Es gibt keinen Grund, eine wesentliche Beschleunigung der Meeresspiegelanstiegsrate zu erwarten. Die Projektionen beruhen auf dem Modellieren, nicht auf Beweisen“.(Quelle: http://www.scienceandpolicy.org/ , Deutsche Übers.: M. Limburg, 8.2.07, http://www.oekologismus.de/ ).

„Je länger die Forscher ihre Supercomputer rechnen lassen, desto mehr verflüchtigt sich die Sintflut“ (DER SPIEGEL, 07.05.07, Abschied vom Weltuntergang, S. 146).

Und schließlich das vernichtende Urteil eines IPCC-Insiders zu allen Überflutungs-Szenarien:Dr. Nils-Axel Mörner (Leiter Geophys.Dptm.Univ.Stockholm) im Interview mit Economics: „I have been the expert reviewer for the IPCC, both in 2000 and last year (2007). The first time I read it, I was exceptionally surprised. First of all, it had 22 authors, but none of them, none, were sea-level specialists. They were given this mission, because they promised to answer the right thing. Again, it was a computer issue“ ..und weiter :“If you go around the globe, you find no rise anywhere. But they (IPCC) need the rise, because if there is no rise, there is no death threat. They say there is nothing good to come from a sea-level rise, only problems, coastal problems. If you have a temperature rise, if it’s a problem in one area, it’s beneficial in another area. But sea level is the real “bad guy,” and therefore they have talked very much about it. But the real thing is, that it doesn’t exist in observational data, only in computer modeling“ (June 22, 2007 EIR Economics 33: „Claim That Sea Level Is Rising Is a Total Fraud“; http://www.schmanck.de/KlimaWiss/SeaLevel.htm).

12.) Die Wüste lebt

Immer wieder gehen Meldungen durch die Medien, daß die Wüsten sich rasch ausbreiten. Zumindest für die Sahara scheint das nicht zu stimmen:
„Das Resultat … ist eine Ausweitung der Grünfläche zu Lasten der Wüste Sahara. Diese schrumpfte in den letzten 20 Jahren um ca. 300.000 km2. D.h. … ein Gebiet fast so groß wie Deutschland (357.000 km2)“. (Quelle: http://www.oekologismus.de/, Argus, Februar 2007).

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt die ZDF-Doku „Abenteuer Wissen“ : „Die Erderwärmung schreitet voran, die Wüsten werden wachsen und die Menschen vor dieser lebensfeindlichen Umwelt fliehen. Doch dieses Szenario stimmt nicht überall: Die Sahara nämlich wird feuchter und damit grüner werden als sie heute ist. Beweise dafür liefert die Wüste selbst – mitten in Libyen.“ (Quelle: ZDF, Abenteuer Wissen vom 13.06.2007, http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1020545_idDispatch:5236912,00.html).

13.) Umweltkatastrophen = Wetter-/Klima-Katastrophen ?

Bei vielen Aussagen in den Medien wird suggeriert, daß (auch) Tsunamis, Erdbeben, Vulkanausbrüche, … etc. Signale des CO2-Anstiegs und der sgn. „Klima-Katastrophe“ seien. Dieses ist naturwissenschaftlich Unfug.
Im Gegenteil – bei Vulkan-Ausbrüchen gilt der Umkehrschluß: Die Millionen Tonnen von Asche, Staub und Ruß bewirken in der Atmosphäre manchmal über Jahre eine Abdunkelung der Erdoberfläche, und damit Abkühlung, Mißernten, Hungersnöte…

14.) Ist der „Anthropogene Treibhauseffekt“ bewiesen ?

Dazu einige (wenige) Zitate:

Jörg Negendank (GFZ Potsdam): „Es ist fraglich, inwieweit der Mensch das Klima beeinflusst hat und beeinflusst“ (Quelle: Prof. Dr. Jörg Negendank, GFZ Potsdam, Die Geschichte des Klimas aus geobiowissenschaftlichen Archiven“, in: Klima im Wandel, UWV/BTU Cottbus, Eigenverlag, 2001, S.32-38).
Michael Crichton, Wissenschafts-Autor (USA), schrieb (nachzitiert nach SPIEGEL 45/06, S.82,3.Sp.,4.Abs.): „Niemand weiß, inwieweit der derzeitige Erwärmungstrend vom Menschen verursacht wird“.
Klaus Hasselmann (sz. Direktor des MPI für Meteorologie in Hamburg) in Science (1997) „Die Frage, ob der Anstieg der Temperaturen im letzten Jahrhundert tatsächlich vom Menschen verursacht wurde oder ob es sich einfach um eine natürliche Variabilität des Klimas handelt, bleibt kontrovers“.
Benjamin Santer vom Lawrence Livermore National Laboratory (USA) zur gleichen Frage „Die Zweifel sind da“ (Science).
Die Deutsche Meteorologische Gesellschaft (DMG) in der „Stellungnahme der DMG zu den Grundlagen des Treibhauseffektes“ ( Berlin, DMG-Selbstverlag, 1999): „Es ist unstrittig, daß der anthropogene Treibhauseffekt noch nicht unzweifelhaft nachgewiesen werden konnte“.
In der Überarbeitung (2001) ist die DMG dann allerdings etwas „mutiger“: „Auch wenn die Ursachen der beobachteten Klimaänderungen kompliziert sind und die Rolle der natürlichen Klimaänderungen noch keinesfalls ausreichend geklärt ist, geht die globale Erwärmung der letzten 100-150 Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit auf menschliche Aktivitäten zurück…“.In der neuesten Stellungnahme v. 09.10.2007 schwenkt nun auch die DMG auf die IPCC-Linie ein: „Es ist wissenschaftlich gesichert, dass der Mensch in zunehmendem Maß das Klima beeinflusst.“ (http://www.dmg-ev.de/gesellschaft/stellungnahmen/Klimastatement_dmg_2007_09_10_c2.pdf)

Dr. Karin Lochte, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts : „Wenn wir Anpassungs-Maßnahmen treffen wollen, müssen wir über genaueres Wissen als bisher verfügen“ (FAZ, 16.11.2007, S.46).
15.) Die Prognosen der Treibhaus-Modellierer – was sind sie wert ?

Die sogenannte „Hockey-Stick-Kurve“ von M.E.Mann (2003) wurde inzwischen international als falsch erkannt und wird kaum noch zitiert; sie taucht auch im neuesten IPCC-Bericht (2007) nicht mehr auf !


Hockey-Stick-Kurve (Hockeyschlägerkurve)

Zunächst: Um überhaupt Modell-Ergebnisse zu erhalten, die wenigstens halbwegs realistisch erscheinen, wird bei den Energie-Übergängen zwischen den verschiedenen Klima-Komponenten (z.B. Ozean-Atmosphäre) mit sogn. „Flußparametern“ gearbeitet. Diese werden solange verändert, bis das Ergebnis plausibel erscheint.

Bereits bei der Kopplung der Ozean-Oberflächen-Emission wird in die Computermodelle ein Flußkorrekturfaktor von bis zu 100 W/m2 eingebaut. Dieser Korrekturfaktor ist gut 25-mal so groß wie der gesamte potentielle anthropogene Treibhauseffekt. Die Feuchtigkeit wird mit einem Korrekturfaktor von ca. 20 W/m2 berücksichtigt und die Wolken kommen auf ca. 24 W/m2 (Quelle: http://www.oism.org/pproject/s33p36.htm#Message44).
Zu diesem Verfahren sagt selbstkritisch der (ehemalige) Modellbauer am MPI HH, Ulrich Cubasch: „Man hat als Modellierer also die Wahl, entweder ohne Flußkorrektur mit einem unrealistischen Klimazustand zu operieren, oder die Flußkorrektur mit ihren Schwächen zu akzeptieren, dafür aber ein realistisches Klima zu erhalten.“ (Quelle: Phys. Bl. 51,1995, S.269). „Wie kann man auf solch einer hundsmiserablen Physik basierend die Wirtschaft an die Wand fahren?“ (Zitat Heinz Hug, Autor „Die Angsttrompeter“).

Betrachtet man die z.T. sehr hohen Schätzwerte der Temperatur für die nächsten 100 Jahre, so ist dabei längst in Vergessenheit geraten, daß wir zwischen etwa 1940-1970 eine rund 30-jährige globale Abkühlungsphase mit vielen kühlen Sommern und etlichen sehr kalten Wintern auch in Europa hatten (1. Chr. Schönwiese, Klimaschwankungen, Springer-V., Berlin, 1979+1995; 2. Rahmstorf /Schellnhuber, Klimawandel, Beck 2006). Das bewirkte bis um 1970 in den Überlegungen etlicher Wissenschaftler und in den Schlagzeilen vieler Medien, daß eine neue Eiszeit bevorstünde (Quellen: Berichte und Medien der Jahre um 1970, Archive).

Das manchmal verwendete Argument der Treibhaus-Modellierer, ab den 40-er Jahren hätten zunehmend anthropogene Sulfat-Einträge in die Atmosphäre zu dieser Abkühlung geführt, wird durch Messungen in grönländischen Schnee-Ablagerungen widerlegt: Die Sulfatgehalte zeigen zwischen 1940-1960 überhaupt keinen Trend. Sie steigen erst ab Ende der 60-er Jahre, wobei auch die Temperaturen ab ca. 1970 wieder steigen – ein Widerspruch in sich (Quelle: L.Bengtsson, Natürliche und anthropogene Antriebe des Klimasystems, promet, H.4, 2004, S.195, Abb.29-9).

Andererseits – seit Anfang der 70er Jahre werden von Klima-Instituten, Wissenschaftlichen Verbänden und Gesellschaften sowie internationalen Gremien Klima-Szenarien veröffentlicht, die in der Öffentlichkeit als Prognosen dargestellt werden (was von den Treibhaus-Modellierern meist unwidersprochen bleibt). Am bekanntesten ist das IPCC. Im Mittelpunkt steht dabei überwiegend die Lufttemperatur. Meist wird als Randbedingung eine Verdoppelung des heutigen CO2-Wertes angenommen.

Die ersten Szenarien ab ca. 1970 gingen für die nächsten 100 Jahre von einer Erwärmung von 1-2°C aus. 1977 wurden dann schon 2-3°C geboten (Augustson/Ramanathan, A radiativ-convective model study of the CO2 climate problem, J.Atm.Sc. 34, 448). Doch bald wurde tüchtig drauf gesattelt. So wurde im Bericht einer Enquete-Kommission für die Bundesregierung (Bonn, 1988, S.434) schon ein Szenario plus 0,9-4,5°C bis 2100 präsentiert und medienwirksam veröffentlicht. Bis 2001 waren die IPCC-Szenarien bei 1,4-5,8°C angelangt (IPCC, Cambridge, 2001). Die USA als ‚Land der unbegrenzten Möglichkeiten‘ bieten gar bis zu +8°C für die nächsten 100 Jahre (Berkeley-Univ. Calif., nachzitiert nach aufbau 9/06, S.20).

Seit 1998 wird es wieder kühler. (http://www.metoffice.gov.uk/research/hadleycentre/CR_data/Annual/HadCRUG.gif )

Vielleicht hat das dazu beigetragen, daß im neuesten IPCC Bericht 2007 die Temperaturen (wie auch der Meeresspiegel,vgl. 11.) zurückgenommen werden: „Die Gleichgewichtstemperatur – wenn das CO2 sich bei 550 ppm stabilisiert hat – wird sehr wahrscheinlich zwischen 1.5°C und 4.5°C liegen, und wahrscheinlich mindestens 2°C über den 1750er-Werten liegen. Die beste Schätzung ist 3°C.“ (Quelle: IPCC-Berichtr 2007).

Was sollen ‚handelnde‘ Menschen mit solchen Lotto-Zahlen anfangen? Temperaturen von 1…8 Grad – was entnimmt der Bürger dem? Weniger als 2°, oder dürfen es doch eher 6,4 Grad sein ??

Immerhin – es mehren sich besonnene und auch sehr kritische Stimmen, z.B. :

(1) Das Alfred-Wegener-Institut, für Meeres- und Eis-Forschung international renommiert: „In der Diskussion um einen Klimawandel auf der Erde wird häufig von dramatischen Änderungen des Meeresspiegels gesprochen. In den Medien findet man Berichte über abschmelzende Polkappen oder zukünftige Eiszeiten. Unsere Forschung belegt, daß diese Zukunfts-Szenarien häufig übertrieben dargestellt werden.“ (AWI, Beispiele aus unserer Forschung, Bremerhaven, 2002, S.29)

(2) Prof. Dr. J. Negendank (GFZ Potsdam) stellt die Klima-Modelle grundsätzlich in Frage:
“ Das Klima ist zur Zeit unberechenbar und unkalkulierbar“, und weiter zu den Klima-Modellen : „dass man sich bewusst bleiben muss, dass es sich um Szenarien handelt, die auf vereinfachten Annahmen beruhen. Das Klimasystem ist aber bei weitem komplexer und wird auch in Zukunft Überraschungen bereithalten“(Quelle: Die Geschichte des Klimas aus geobiowissenschaftlichen Archiven, in: Klima im Wandel, UWV/BTU Cottbus, Eigenverlag, 2001, S.32-38)

(3) Die VGB-Studie kommt zu dem Ergebnis „Neben den systeminhärenten Unsicherheiten, dem Klimarauschen, das sich aus den Nichtlinearitäten und Instabilitäten der Dynamik des Klimas ergibt, gibt es weitere Unsicherheiten aufgrund der mangelnden Kenntnis des Systems. … Es können immer nur Teilaspekte des Klimasystems und ihre Änderungen aufgrund bestimmter Störungen beschrieben werden.“ (Quelle: Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.103).

(4) Bill Bryson kommt nach umfangreichen Literatur-Studien zu dem Ergebnis: „Für das Klima sind so viele Faktoren verantwortlich, …. daß die Aufklärung vergangener Vorgänge ebenso schwierig ist wie Voraussagen…“ und weiter „Erstaunlicherweise haben wir keine Ahnung, was für die Zukunft wahrscheinlicher ist: Ein Zeitalter der tödlichen Kälte oder … der glühenden Hitze“ (Quelle: Bill Bryson, Eine kurze Geschichte von fast allem, Goldmann, München, 2005, S. 544 bzw. 546).


Die Erde wird nicht nur wärmer (rot), sondern in vielen Gegenden auch kälter (blau); verglichen werden die mittleren Temperaturen in den Zeiträumen 1931-1960 und 1961-1960)

(5) Peter Dietze berechnet globale Kohlenstoff-Kreisläufe mit verschiedenen Emissions-Raten, mit dem Ergebnis: „Der (CO2-) Akkumulationshypothese (des IPCC) muß entschieden widersprochen werden“ und „… Zukunftsprojektionen (z.B. das IPCC-Stabilisierungsszenario S550) werden auf diese Weise grob falsch“ und “ …beträgt der CO2-bedingte Temperaturanstieg (bei konstanter globaler Emission) für die nächsten 100 Jahre nur etwa 0,15 ºC.“ ( http://uploader.wuerzburg.de/mm-physik/klima/cmodel.htm ).

(6) Hans von Storch (GKSS-Forschungs-Zentrum HH): „Wir Klimaforscher können nur mögliche Szenarien anbieten; es kann also auch ganz anders kommen“ (Quelle: DER SPIEGEL, 11/2007, S.56).

(7) Auch das IPCC weiß natürlich, daß Klima auf mathematisch-chaotischen Prozessen beruht, deren Differentialgleichungen bisher nur unvollständig bekannt und grundsätzlich nicht nach einfachen Ursache-Wirkungs-Ketten lösbar sind: „In der Klimaforschung und
-modellierung sollten wir beachten, daß wir es mit gekoppelten nichtlinearen chaotischen Systemen zu tun haben, und deswegen sind Langzeitprognosen von zukünftigen Klimazuständen nicht möglich“ (Quelle: IPCC, Third Assessment Report, 2001, Section 14.2.2.2).

(8) Der bekannte Mathematiker und Chaosforscher Heinz-Otto Peitgen sagte in einem Spiegelgespräch 2005 zu der Frage „Läßt sich denn das Klima modellieren?“ :
„Jetzt reden wir von Glaubenssachen. Es gibt Leute, die glauben – und viele von denen sitzen in hoch bezahlten Positionen in sehr bedeutenden Forschungszentren -, daß man das Klima modellieren kann. Ich zähle zu denen, die das nicht glauben. Ich halte es für möglich, daß sich die mittlere Erwärmung der Ozeane in 50 Jahren mit einem bestimmten Fehler vorausberechnen lässt. Aber welche Wirkungen das auf das Klima hat, das ist eine ganz andere Geschichte.“

(9) Nigel Calder (ehem. Herausgeber von New Science, London) “You have to understand the Intergovernmental Penal on Climate change was set precisely up to proof, that human beings are offending the climate – Sie müssen wissen, dass der Gründungsauftrag für den IPCC lautet zu beweisen, dass es der Mensch ist, der für die Klimaerwärmung verantwortlich ist.“Die Ergebnisse der Klimaberichte sind also vorprogrammiert – kein Wunder, daß Kritiker wie Lomborg, Tol und Svensmark keine Chance haben (Bayerischer Rundfunk, report MÜNCHEN, 21.05.2007: Denkverbote für Klimaforscher – Der Weltklimarat und seine unbequemen Kritiker).

(10) Thilo Günter (Astronom und Geophysiker): „Das Klimasystem ist durch überaus komplizierte Wechselwirkungen zwischen der Atmosphäre, den Ozeanen als Wärme-Speichern, den Landflächen, den polaren Eismassen und der Biosphäre geprägt. Daher sind nach wie vor auch die besten Modellrechnungen für die Klima-Entwicklung mit großen Unsicherheitsfaktoren behaftet“ (Th.Günter, Die Sonne, SuW 8/2007, S.80).

(11) Der Quanten-Physiker Prof. Dr. Gerhard Gerlich, TU Braunschweig: „Es ist eine unbestreitbare Tatsache, daß die hier dargestellten Schwierigkeiten mit der Aussagekraft aller globaler Klimamodelle den sogenannten „Klimawissenschaftlern“ bekannt sind. Als die „Klimawissenschaftler“ von den Politikern (IPCC) die Aufgabe übernahmen, mit Modellrechnungen die angeblich durch Kohlendioxid verursachten Klimaveränderungen
zu berechnen, haben diese Leute sehr bewußt gelogen und die Öffentlichkeit betrogen, da sie genau wußten, daß nie realitätsnahe „Rechnungen“ möglich sind und sein werden. Deshalb werden die „Ergebnisse“ wie vom Delphischen Orakel verkündet, wodurch die „Klima-Wissenschaftler“ nur schwer von Astrologen zu unterscheiden sind. Grundlage teurer Maßnahmen sollten endlich wieder wirklich gemessene Größen sein und nicht aus schlechten Modellvorstellungen geschätzte und hochgerechnete Zahlen (Szenarien)“ (Zur Physik und Mathematik globaler Klimamodelle, Vortrag am 20.2.2005, Theodor-Heuss-Akademie Gummersbach, Manuskript).

(12) PIK- Prof.Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des PIK _ Potsdam (http://www.pik-potsdam.de/): „…Schwieriger ist es, die positiven Rückkopplungen zu verstehen, also selbstverstärkende Prozesse, die durch die Temperaturänderung in Gang gesetzt werden. Immerhin: Bei einer ganzen Reihe von Rückkopplungsprozessen sind wir inzwischen auf einer Skala von null bis hundert vielleicht bei dreißig bis fünfzig angelangt, bei einigen erst bei zehn…“ (DIE ZEIT, 11.10.2007)

(13) Gerard Roe und Marcia Baker (University of Washington, Seattle) stellen in einer Studie zur Prognosegüte der Klimamodelle fest, daß man die Computermodelle so viel erweitern mag wie man will, nie wird man zu brauchbaren Ergebnissen kommen: „Kleine Unsicherheiten in vielen einzelnen physikalischen Parametern verstärken sich zu großen Unsicherheiten, und es gibt nichts, was wir dagegen tun können“ (Science, Bd.318, S.629, 2007).

(14) Prof. Dr. Heinrich Miller, AWI: „Und es ist ein komplizierter Prozess, menschliche und natürliche Einflüsse gegeneinander abzuwägen.“ (http://www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/bild_film_ton/tonbeitraege/miller_3112007_klimawandel/)

(15) Prof. Dr. Horst Malberg (ehem. Dir.Inst.f.Met.FU.Berlin) kommt in einer 2007 erschienenen Studie zu dem Ergebnis: „Der beschleunigt ansteigende CO2-Gehalt steht im Widerspruch zu der konstanten bis zurück gehenden globalen Temperatur der letzten Jahre“ (seit 1998) …und weiter „…so wird die vom IPCC berechnete fortschreitende globale Erwärmung unwahrscheinlich“ (H.Malberg, El Nino, Vulkane und die globale Erwärmung seit 1980, Beitr.Inst.f.Met.FU.Berlin, SO 34/07, 06.11.2007, S.1).

(16) Dr. Karin Lochte, AWI-Direktorin, im Interview mit der FAZ (16.11.2007, S.46) : „Mit den Szenarien ist es wie mit der Steuerschätzung, ein Vabanque-Spiel, weil sich ökonomische und gesellschaftliche Veränderungen so schlecht abschätzen lassen“.

(17) Alfred-Wegener-Institut( AWI) : „Das unzureichende Verständnis der Ursachen natürlicher Klimavariabilität und der komplexen Wechselwirkungen mit den gegenwärtigen anthropogenen Änderungen der atmosphärischen Zusammensetzung beschränken die Klima-Vorhersagbarkeit.“ (K.Dethloff, Die Entwicklung der Atmosphärenforschung, S.23, in: „15 Jahre AWI-FSt Potsdam“).

(18) Vielleicht hatte auch der ehemalige Bundesumweltminister Prof. Dr. Klaus Töpfer und frühere Leiter des UN-Umweltprogramms in Nairobi mittlerweile Zweifel, als er im Interview mit der Hannoverschen Allgemeine sagte: „Die Klimaforscher erstellen Prognosen nicht, damit sie wirklich eintreten, sondern damit etwas dagegen getan wird.“ (Klaus Töpfer „Im Gespräch – Klimawandel birgt auch Chancen“, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 14. April 2007).
Daraus folgt z.B. auch : ‚Die Meteorologen erstellen Wetter-Prognosen nicht, damit sie wirklich eintreten, sondern damit die Leute die Textil-Industrie unterstützen, indem sie Regenmäntel und Schirme kaufen‘ – also, Aktionismus vor Realität.

F a z i t 1-15 :
Wir müssen uns von der Erwartungshaltung verabschieden, daß wir uns durch irgendwelche anthropogenen Maßnahmen wie z.B. Minderung/Einstellung der CO2-Emission ein „schön angenehmes stabiles Klima“ erhalten oder schaffen können.Unser Klima wird nicht auf der Erde, sondern im Weltraum gemacht.

Die auf die Erde auftreffende Strahlungsintensität der Sonne verändert sich ständig: Direkt durch Prozesse auf/in der Sonne selbst, indirekt durch die sich überlagernden Zyklen und Rhythmen der Erdbahnelemente und die daraus folgenden veränderlichen Positionen der Erde zur Sonne. Alles, was dann auf der Erde im Klimasystem „Atmosphäre-Meere-Eis-Biosphäre-Erdboden“ folgt, das sind komplizierte Rückkopplungen, die sich auch nicht halbwegs zuverlässig durch ein „Modell“ vorhersagen lassen – es sei denn, man ist mit Lotto-Zahlen zufrieden.

Schließlich auch das noch:
Wir sind auf dem besten Wege, die Bürger mit ständigen Katastrophen-Warnungen abzustumpfen, so daß diese auch real verbleibende Gefahren irgendwann nicht mehr ernst nehmen.

„Zu guter Letzt“ :
Der Mensch atmet Sauerstoff ein und CO2 aus – pro Tag etwa 1 kg CO2, pro Jahr rund 400 kg/Person. Hochgerechnet auf 82 Mill. Bürger in Deutschland ergibt dies eine Emission von rund 30 Mill. t CO2 pro Jahr. Das sind 3,5% der CO2-Emission in Deutschland (2004: 870 Mill.t).Auf der Erde leben rund 6,5 Mrd. Menschen, entsprechend einer Ausatmung von etwa 2,6 Mrd. t CO2 im Jahr , entsprechend rund 10 % der weltweiten industrieellen Emission (incl. Kfz 2004: 28 Mrd. t ). Das ist rund das Dreifache der in Deutschland pro Jahr durch alle Emittenten zusammen freigesetzten Menge !(Quelle: http://www.buerger-fuer-technik.de/body_co2-abgabe_an_die_atmosphare.html )Wird es da nicht höchste Zeit, daß man in die Atemwege der Menschen einen CO2-Katalysator einbaut? Technisch sollte das doch kein Problem sein, denn wie sagte die Frau Bundeskanzlerin im Rahmen der Debatte um die Auto-Abgase ganz richtig: „Die gesamte Kreativität unserer Forscher und Ingenieure ist gefragt!“.

Die öffentliche „Verteufelung“ von CO2 als „Gift“ ist absurd: Ohne CO2 gibt es keine Photosynthese, keine Assimilation, kein Pflanzenwachstum, keine Ernährung von Tieren und Menschen !
CO2 ist ein Inertgas, chemisch träge und für Lebewesen völlig unschädlich !


Klaus-Eckart Puls
Jahrgang 1939,Schule und Abitur in Mecklenburg ;Ab 1960 Studium der Naturwissenschaften in Rostock und Westberlin.1968 Diplom in Meteorologie an der FU Berlin, dort 1969/70 Wissenschaftlicher Angestellter mit dem Forschungs-Schwerpunkt Atmosphärisches Ozon.Ab 1970 Deutschen Wetterdienst:1971-1978 Seewetteramt Hamburg (Arbeitsschwerpunkte: Seewetterdienst, Schiffsrouten-Beratungsdienst, ab 1975 Leiter der Gruppe Laderaum-/Schiffsraum-Meteorologie.10 Seereisen als Bordmeteorologe auf Fischereischutzbooten, Forschungsschiffen und Handelsschiffen.1976-1978 Mitarbeit im Normen-Ausschuß „Technoklimate“ (DIN 50 019).1978-1984 Leiter der Agrarmeteorlogischen Beratungs- und Forschungsstelle Bonn.Aufbau eines zeitkritischen Beratungssystems mit den Landwirtschaftskammern: Regionale Telefonansagen, Bildschirmtext, Wochenberichte;Lehrauftrag im Fach „Agrarmeteorologie“ an der Universität Bonn.1983 Mitbegründer der Stiftung Deutscher Pollen-Informationsdienst, 10 Jahre Vorstands-Mitglied.1984-2000: Leiter des Wetteramtes Essen.Nach der deutschen Wiedervereinigung zusätzlich (1990/91) Aufbau und Leitung des Wetteramtes Leipzig.Seit 1966 über 150 wissenschaftliche und populär-wissenschaftliche Veröffentlichungen zu: Wetter, Klima, Ozon, Schiffsraummeteorologie, Agrarmeteorologie, Pollenflug/Allergologie, Wissenschaftsgeschichte, Kalendergeschichte…

G l o s s a r :

AWI : Alfred-Wegener-Institut
IPCC : Intergovernmental Panel on Climate Change
MPI : Max-Planck-Institut
MWP : Mittelalterliche Warm-Periode
NOAA : National Oceanic and Atmospheric Administration
THG : Treibhausgase
THE : Treibhauseffekt
WMO : World Meteorological Organisation

Quellen:
Der Wasserplanet
http://www.biokurs.de/treibhaus/

Ökologismus.de
http://www.oekologismus.de/

IPCC
http://www.ipcc.ch/

Klimainformationen
http://www.atmosphere.mpg.de/enid/ce2750459d33883cbd7ac7e044424b3c,0/Service/Home_ic.html
Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven
http://www.awi.de/de/

Gastbeiträge geben nur die persönlichen Ansichten der Autoren wieder und stehen nicht unbedingt für die Positionen des Herausgebers des Weltenwetter Weblogs!
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Written by jenschristianheuer

Februar 25, 2007 um 7:45 pm

Veröffentlicht in Klimadebatte, Klimawandel

3 Antworten

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  1. Danke für diese sehr gute, verständliche und sehr umfangreiche Veröffentlichung!

    Irina Kraus

    Dezember 16, 2010 at 11:44 am

  2. Mir ist schleierhaft, warum diese umständlichen wissenschaftliche Kommentare verfasst werden müssen, um “ Global Warming “ ad absurdum zu führen. Es gibt eine einzige unbestrittene Zahl, die die sogenannte Klimakatastrophe zur Lachnummer macht. Sie gibt an, wie viel CO² unsere Atemluft aufweist: 0,034 % !! Diese Menge gilt als Spurengas !! Abgesehen von seiner Geringfügigkeit, ist CO² auch noch spezifisch schwerer als die 78 % Stickstoff und 21 % Sauerstoff unserer Atmosphäre.- Wer´s nicht glaubt, kann es beim hessischen Umweltamt nachlesen : http://www.hlug.de/medien/luft/allgemein/luftzusammensetzung.htm.- Fragen Sie jeden Ihrer Umgebung nach diesen Zahlen, niemand wird Ihnen eine vernünftige Antwort geben ! Die Meisten haben Internet, aber keiner informiert sich ! So kann man ganz einfach die Bevölkerung vergackeiern und mit deren Schuldgefühlen Geld machen. Serenissimus

    Joachim Spiehs

    Dezember 18, 2010 at 3:59 pm

  3. Es ist leider nicht immer so einfach, wie es scheint.

    Der Treibhauseffekt beruht darauf, dass kurzwellige von der Sonne stammende elektromagnetische Strahlung (UV, VIS)zwar weitgehend ungehindert auf die Erdoberfläche fallen kann, von dieser aber teilweise als langwelligere Strahlung (IR) reflektiert wird. Diese Infrarot-Strahlung kann aber bestimmte Moleküle in Schwingungen versetzen und auf diese Weise absorbiert werden (das hängt mit der Veränderbarkeit des Dipolmoments durch Schwingung zusammen, die nur bei manchen Molekülen auftritt). So wird die Energie auf der Erde zurückgehalten.

    Praktisch alle in der Atmosphäre vorkommenden Gase (Sauerstoff, Stickstoff, Argon usw.) sind aufgrund ihres Molekülbaus nicht dazu in der Lage, IR-Strahlung zu absorbieren – bis auf ein paar Spurengase, zu denen auch das CO2 gehört. Sie sind so etwas wie Antennen, die auf diese elektromagnetische Strahlung reagieren. Diesen Gasen ist es dann auch zu verdanken, dass auf der Erde keine Temperatur von -16°C herrscht – und das ist dann der natürliche Treibhauseffekt. Wären dagegen auch die häufiger in der Atmosphäre vorkommenden Gase in der Lage, IR-Strahlung zu absorbieren, dann herrschte auf der Erde ein Klima wie auf der Venus. Auch kleine Mengen von IR-aktiven Gasen können sehr wohl eine ganze Menge bewirken.

    Soviel zu diesen vermeintlich eindeutigen Zahlen, die angeblich die Theorie des anthropogenen Klimawandels ad absurdum führen.

    (Und übrigens wäre eine Erhöhung der Temperatur um meinetwegen 5°C eine Erhöhung nur um ca. 2% auf der physikalischen Temperaturskala. Eine kleine Zahl, möchte man auch hier meinen – und dennoch wäre sie mit großen Auswirkungen für die Menschheit verbunden.)

    Was das von den Menschen ausgeatmete CO2 angeht: Dieses wurde bei der Nahrungsmittelproduktion durch die Photosynthese der Pflanzen kurz zuvor der Luft entnommen und ist damit nicht als neuer Eintrag zu betrachten. Es geht nur um die in der Erdkruste eingelagerten „geologischen“ Kohlenstoffmengen, die durch Verfeuerung nun als zusätzliches CO2 in die Atmosphäre gelangen.

    Grüße

    Götz Vollweiler

    Dezember 20, 2010 at 12:51 am


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